Männer und Katzen

13. Juli 2009

Wenn ich München für einen Abend verlasse, um meinen Freund zu besuchen, vermisse ich die Katze meiner Vermieterin viel mehr als mir lieb ist. Meinen eigenen Kater sehe ich leider nur alle paar Monate, wenn ich Semesterferien von der Uni habe und nach Hause in den Norden fahren kann. Mein Freund braucht auch dringend eine Katze, aber es müsste für ihn eine ohne Krallen sein.

Woran liegt es wohl, dass Männer sich mehr für Hunde, denn für Katzen interessieren? So kleine Samtpfötchen haben nunmal Krallen aber das ist ja für niemanden ein Geheimnis. Gerade starke Kerle echauffieren sich aber über einen kleinen Kratzer an der Hand und wollen vom Schmusetiger dann erst einmal nichts mehr wissen. Mit Hunden können sie aber nach Herzenslust stundenlang herumtollen, sich raufen und nehmen jede Schramme und zerschundene Hose gerne in Kauf. Vielleicht liegt das ein bisschen daran, dass Mann sowas hier erwartet, aber von diesen grazilen Schnurrmaschinen eigentlich nichts “Böses” erwartet.

Wir Frauen sind, so abgedroschen es schon klingt, etwas vorausschauender. Eine Katze ist eins unserer größten Glücke und wir scheren uns wenig um gelegentliche Blessuren durch eine unachtsame Tatze. Wo sich bei Hunden der Satz “der will doch nur spielen” etablieren konnte, müssten wir versuchen den Männern etwas in die Köpfe zu setzen, wie “sie wollte nur schmusen”.

Ehrlich gesagt haben Mädels es auch nicht besonders schwer, mit den Minitigern klar zu kommen, denn wir sind schon einiges an unerwarteten Problemchen gewohnt – nämlich von unserem Umgang mit den anderen unerwarteten Problemchen, den Männern.

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